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Schlagwortarchiv für: Annex 11

GMP, GXP

NIS2, Business Continuity, ISO 27001 & der Annex 11: Warum Cyberresilienz in der Pharmabranche stärker in den Fokus rücken muss 

Die Pharmabranche steht seit Jahren unter hohem regulatorischem Druck. Qualität, Patientensicherheit, Validierung, Lieferfähigkeit und Dokumentation sind fest in den Prozessen verankert. Was dabei jedoch in der Vergangenheit häufig weniger sichtbar war, rückt nun unweigerlich in den Mittelpunkt: Auch Informationssicherheit und Business Continuity werden zunehmend zu kritischen Erfolgsfaktoren. 

Denn moderne Pharmaunternehmen sind längst nicht mehr nur Produktions- oder Forschungsorganisationen. Sie sind digitale Ökosysteme. Forschung, klinische Daten, Produktionsanlagen, Laborinformationssysteme, Lieferketten, Qualitätsmanagement, Cloud-Dienste und externe Dienstleister greifen ineinander. Wird eines dieser Systeme gestört, kann das weit über einen klassischen IT-Ausfall hinausgehen und direkte Auswirkungen auf die Datenintegrität (ALCOA+) und letztlich die Patientensicherheit haben. 

Diesen Paradigmenwechsel untermauert die anstehende Revision des EU GMP Annex 11. Der neue Entwurf macht unmissverständlich klar, dass Cybersicherheit, Identity Management, Audit Trails und Backup-Strategien keine losgelösten IT-Aufgaben mehr sind, sondern elementare Bestandteile der GMP-Compliance werden. Genau an dieser Schnittstelle zwischen IT-Betrieb, Qualitätsmanagement und gesetzlicher Pflicht setzen NIS2, Business Continuity, ISO 27001 und der neue Annex 11 gemeinsam an, um die Resilienz des gesamten Ökosystems systematisch und auditfest zu gewährleisten. 

Cyber

Warum NIS2 für die Pharmabranche relevant ist 

Mit der NIS2-Richtlinie wurde der Kreis der regulierten Organisationen deutlich erweitert. Besonders relevant für die Pharmabranche ist, dass der Gesundheitssektor und angrenzende Bereiche ausdrücklich adressiert werden. Dazu zählen unter anderem Einrichtungen, die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in Bezug auf Arzneimittel ausüben, Hersteller pharmazeutischer Erzeugnisse sowie bestimmte Hersteller von Medizinprodukten. 

Damit verschiebt sich der Blick: Cybersicherheit ist nicht mehr nur eine technische Aufgabe der IT-Abteilung. Sie wird zu einer Frage der organisatorischen Resilienz, der Geschäftsfortführung und letztlich auch der Versorgungssicherheit. 

Für betroffene Unternehmen bedeutet das: Es reicht nicht aus, einzelne Schutzmaßnahmen umzusetzen. Gefordert ist ein systematischer Ansatz, der Risiken erkennt, bewertet, behandelt und regelmäßig überprüft. Dazu gehören technische, organisatorische und operative Maßnahmen – von Zugriffskontrollen und Backup-Konzepten über Incident Response bis hin zu Lieferketten- und Krisenmanagement. 

Business Continuity: Mehr als „IT wieder hochfahren“ 

Gerade in der Pharmabranche ist Business Continuity mehr als klassische Notfall-IT. Es geht nicht nur darum, Server wiederherzustellen oder Daten aus einem Backup zurückzuspielen. Entscheidend ist die Frage: Welche Prozesse müssen weiterlaufen, damit Forschung, Produktion, Qualitätssicherung, Freigabeprozesse oder Lieferfähigkeit nicht zum Stillstand kommen? 

Ein Cyberangriff auf ein Produktionssystem, ein Ausfall eines validierten Laborinformationssystems oder eine Störung bei einem kritischen IT-Dienstleister kann direkte Auswirkungen auf Termine, Chargenfreigaben, Dokumentationspflichten und Lieferketten haben. 

Business Continuity muss deshalb fachlich gedacht werden. Welche Prozesse sind kritisch? Welche Abhängigkeiten bestehen zu IT, OT, Cloud-Diensten oder externen Partnern? Wie lange darf ein Prozess ausfallen? Welche manuellen Alternativprozesse sind realistisch? Und wurden diese Szenarien tatsächlich getestet? 

NIS2 macht diesen Gedanken besonders deutlich, indem Business Continuity, Backup-Management, Wiederherstellung nach Notfällen und Krisenmanagement ausdrücklich zu den relevanten Risikomanagementmaßnahmen zählen. 

ISO 27001 als strukturierter Rahmen 

Während NIS2 regulatorische Anforderungen formuliert, bietet ISO 27001 einen bewährten Managementrahmen, um Informationssicherheit systematisch zu steuern. Die Norm fordert ein Informationssicherheitsmanagementsystem, kurz ISMS, das Risiken nicht punktuell, sondern dauerhaft betrachtet. 

Für Pharmaunternehmen ist das besonders wertvoll, weil ISO 27001 gut zu bestehenden Managementsystemen passt. Viele Unternehmen arbeiten bereits mit etablierten Strukturen für Qualität, Compliance, Auditierung und dokumentierte Prozesse. Ein ISMS kann daran anschließen und Informationssicherheit in die bestehende Governance integrieren. 

ISO 27001 hilft insbesondere dabei, Verantwortlichkeiten zu klären, Risiken nachvollziehbar zu bewerten, Maßnahmen zu priorisieren, deren Wirksamkeit zu überprüfen und kontinuierlich nachzubessern. Genau diese Nachvollziehbarkeit ist in regulierten Branchen entscheidend: Nicht nur die Maßnahme selbst zählt, sondern auch die Begründung, Dokumentation und regelmäßige Überprüfung. 

Annex 11: Cybersicherheit wird zur GMP-Pflicht  

Der neue Entwurf des Annex 11 (veröffentlicht im Juli 2025) vollzieht einen klaren Paradigmenwechsel weg von einer rein projektbezogenen Systemvalidierung hin zu einem kontinuierlichen Lifecycle- und Governance-Ansatz. Die Richtlinie harmonisiert GMP-Systeme ausdrücklich mit europäischen Cybersicherheitserwartungen wie der NIS2-Richtlinie und der ISO 27001. Das bedeutet: Ein Cybervorfall (z.B. Ransomware) ist nicht mehr nur ein IT-Problem, sondern ein direkter GMP-Verstoß, da er die Datenintegrität (ALCOA+) gefährdet. 

Nahtlose Überschneidung mit NIS2- und BCM-Anforderungen  

Die neuen Annex-11-Vorgaben fordern für computergestützte Systeme im GMP-Umfeld exakt die Maßnahmen, die auch NIS2 und BCM verlangen: 

  • Business Continuity und Backups: Der Annex 11 fordert nun explizit und detailliert Backup-, Archivierungs- und Wiederherstellungskonzepte (Disaster Recovery). Das Testen von Wiederherstellungsprozessen wird zur zwingenden Vorgabe, was sich mit dem BCM-Fokus von NIS2 deckt. 
  • Lieferkettensicherheit und Cloud: Während NIS2 das Management von Lieferkettenrisiken fordert, verlangt Annex 11 dies spezifisch für Software- und Cloud-Anbieter. Das Pharmaunternehmen bleibt für die Compliance voll verantwortlich und muss formale Service Level Agreements (SLAs), Risikoaudits und Exit-Strategien für IT-Dienstleister etablieren. 
  • Identitäts- und Zugriffsmanagement: Moderne Standards wie Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), das Least-Privilege-Prinzip (nur so viele Rechte wie nötig) und strikte Aufgabentrennung (Segregation ofDuties) sind auch im GMP-Umfeld vorgeschrieben. 

Der blinde Fleck: Lieferkette und Dienstleister 

Ein wesentlicher Risikofaktor in der Pharmabranche liegt in der Vernetzung mit Dritten. Forschungspartner, CROs, CDMOs, Cloud-Anbieter, Softwareanbieter, Logistikpartner und externe IT-Dienstleister sind häufig tief in kritische Abläufe eingebunden. Ein Sicherheitsvorfall muss daher nicht im eigenen Unternehmen entstehen, um Auswirkungen auf die eigene Organisation zu haben. Wenn ein Dienstleister ausfällt, Daten nicht verfügbar sind oder ein externer Zugang kompromittiert wird, kann dies unmittelbar die eigene Betriebsfähigkeit beeinträchtigen. 

Deshalb sollten Lieferantenbeziehungen nicht nur aus Qualitäts- und Beschaffungssicht bewertet werden, sondern auch aus Sicht der Informationssicherheit und Business Continuity. Dazu gehören klare Sicherheitsanforderungen, definierte Meldewege, Notfallkontakte, Wiederherstellungszeiten und regelmäßige Überprüfungen. 

Was für Pharmaunternehmen jetzt wichtig ist 

Unternehmen sollten prüfen, ob sie unter NIS2 beziehungsweise das nationale Umsetzungsgesetz fallen, welche Prozesse wirklich kritisch sind und wie gut diese Prozesse gegen Cybervorfälle, Systemausfälle und Dienstleisterstörungen abgesichert sind. 

Besonders wichtig sind dabei fünf Fragen: 

  1. Welche Geschäftsprozesse sind für Forschung, Produktion, Qualität und Lieferfähigkeit kritisch?  
  1. Welche IT-, OT- und Dienstleisterabhängigkeiten bestehen in diesen Prozessen?  
  1. Sind Risikoanalyse, Incident Response, Backup, Wiederanlauf und Krisenmanagement dokumentiert und getestet?  
  1. Sind Verantwortlichkeiten bis zur Leitungsebene klar geregelt?  
  1. Gibt es ein Managementsystem, das Informationssicherheit regelmäßig überprüft und verbessert?  

Wer diese Fragen belastbar beantworten kann, ist nicht automatisch vollständig compliant. Aber er schafft die Grundlage für einen reifen und prüfbaren Umgang mit Cyberrisiken. 

Fazit 

NIS2, Business Continuity, ISO 27001 und der überarbeitete Annex 11 sollten in der Pharmabranche nicht isoliert betrachtet werden. Sie verfolgen unterschiedliche Ansätze, zielen jedoch auf dasselbe Ziel ab: die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen gegenüber Cyberrisiken, Systemausfällen und Störungen in der Lieferkette nachhaltig zu stärken. 

Während NIS2 den regulatorischen Rahmen für Cybersicherheit und organisatorische Resilienz setzt, bietet ISO 27001 eine etablierte Methodik zur strukturierten Steuerung von Informationssicherheit. Business Continuity stellt sicher, dass kritische Geschäftsprozesse auch im Krisenfall aufrechterhalten werden können. Der neue Annex 11 macht darüber hinaus deutlich, dass Themen wie Cybersecurity, Backup- und Recovery-Konzepte, Lieferantenmanagement sowie Identity & Access Management künftig fester Bestandteil der GMP-Compliance sind. 

Der Schlüssel zur Erfüllung der Regulatorik und zur Vermeidung von Risiken liegt in genau dieser Verzahnung von IT-Sicherheit, operativer Ausfallsicherheit (Resilienz) und Unternehmens-Compliance. 

Wir unterstützen Unternehmen dabei, Cyberresilienz und regulatorische Anforderungen ganzheitlich zu betrachten. Von der Standortbestimmung und Risikoanalyse über den Aufbau von Managementsystemen bis hin zur Umsetzung von Business-Continuity- und Informationssicherheitsmaßnahmen. Get ahead and in touch with us – info@expertsinstitut.de  

Referenzen: 

  1. Richtlinie (EU) 2022/2555 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Dezember 2022 — NIS-2-Richtlinie 
    Grundlage für den NIS2-Bezug, insbesondere Anwendungsbereich, betroffene Sektoren, Risikomanagementmaßnahmen, Meldepflichten und Business-Continuity-Anforderungen. 
    https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A32022L2555 
  1. DIN EN ISO/IEC 27001:2024-01 — Informationssicherheit, Cybersicherheit und Datenschutz; Informationssicherheitsmanagementsysteme — Anforderungen 
    Grundlage für den ISO-27001-Bezug, insbesondere ISMS, Risikobeurteilung, Risikobehandlung, Governance, dokumentierte Informationen und fortlaufende Verbesserung. 
  1. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI): NIS-2-Starterpaket / Informationen für NIS-2-regulierte Unternehmen 
    Ergänzende Quelle für den Deutschlandbezug, insbesondere zur Einordnung betroffener Unternehmen, Registrierung, Meldepflichten und Risikomanagementmaßnahmen. 
    https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Regulierte-Wirtschaft/NIS-2-regulierte-Unternehmen/NIS-2-Starterpaket/nis-2-start_node.html 
  1. Europäische Kommission: Stakeholder Consultation on the Revision of EU-GMP Annex 11, Annex 22 and Chapter 4 
    Grundlage für den Bezug zur Revision des EU-GMP Annex 11, insbesondere zu den erweiterten Anforderungen an Cybersecurity. https://health.ec.europa.eu/consultations/stakeholders-consultation-eudralex-volume-4-good-manufacturing-practice-guidelines-chapter-4-annex_en

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2 Monaten /von Lirim Smajli
https://experts-institut.de/wp-content/uploads/2026/06/LinkedIn-Kopie.jpg 1080 1920 Lirim Smajli https://experts-institut.de/wp-content/uploads/2023/02/GEMI_Logo_Slogan_color_RGB.webp Lirim Smajli2026-06-15 17:56:042026-06-15 17:56:06NIS2, Business Continuity, ISO 27001 & der Annex 11: Warum Cyberresilienz in der Pharmabranche stärker in den Fokus rücken muss 
GMP, News

GMP Guidance for Artificial Intelligence (AI), Machine Learning (ML) and Digital Transformation: How it Finally Begins to Enter the EU GMP Guide

The Now: Gaping Holes

When sifting through today´s status of the EU GMP Guide, it does not take an expert to see that there are gaping holes on topics of engineering, management of computerized systems, data integrity, digitalization and application of artificial intelligence.

Not that the guide has nothing to say to some of these areas. At least by means of implication the guide says lots of things between the lines. This very “in-between” is what gives pharmaceutical manufacturers quite a headache when facing governmental inspections.

The issue is that what it has to say does not cover what´s actually out there. And “by implication” is simply not a good advisor for the industry. It may be good enough for an inspector to set up interpretive requirements and for giving industry a hard time. But for a company it is simply not practicable when a text is elusive.

Although we have best practices like ISPE GAMP5 or other guidance somewhere out in the GxP universe, we would like to know from our most relevant guide-the EU GMP Guide-what is required. And this very guide has been doing a rather horrible job to provide the input industry needs (it seems not surprising that some EU countries struggle massively to keep life sciences and pharmaceuticals on their territory).

A New Hope

A new hope may be on the horizon as we have been expecting a revised version of Annex 11. There-so tells us the concept paper-we will receive a text that will address words such as artificial intelligence, clouds, and even digital transformation. One might wonder whether it is worth holding our breath for the release of the new Annex 11, as high hopes have been shown to greatly disappoint before. One might remember Annex 21 or interpretive documents from local supervizing authorities, that in the end have not been helpful for real life at all.

However, in this case it may be different. Can we guess some consequences from this next generation Annex 11?

GMP

GMP Data Integrity Finally Takes Center Stage

Although some would passionately disagree with me on this, the EU GMP guide has virtually lacked clarity on data integrity for decades. It was the US FDA who had to essentially teach us in Europe what Data Integrity is and why this is important. Without them we would still think that Good Documentation Practices and Validation of Spreadsheets is all it takes.

I love how every EU member state GMP inspector knows exactly what is necessary in terms of data integrity-only with next to no express textual basis for it in the EU GMP guide. I mean sure: evey company has by now heard of data integrity, letalone has received inspections that dealt with it. And yes, we were told after the fact that the GMP guide has “always meant” data integrity in various little phrases of the guide. But that seemed a bit of a crutch to assure the colleagues from US FDA that in Europe data integrity is something we “totally want and require!”

Point taken, it is true that in the Annex 11 we had such wording in some spots. And now the EU guide will finally take into consideration the fuller importance of data integrity-at least for computerized systems. One can tell that the EU grows more toward considering guidance from for example WHO or PIC/S.

The consequences will be that audit trails and audit trail review requirements will be clarified and likely deepend. More work. The bar for what is “basic” will be raised.

The same will happen for archiving, backups, and retrieval requirements for archived data. Companies will unlikely be able to keep playing the low-key game in the archiving area.

Management of Clouds will be a Topic

This will be upgraded, or actually decently considered in the new Annex 11. And here I must say that this is positive improvement. The GMP guide has been pretty much blind to this for quite some time now. It will be a reasonable change. It will be interesting to see how block-chain systems will be treated under the new Annex 11.

And I certainly will be interested to see how cloud hosts seriously validate and qualify their systems, software, and infrastructure. The hunsh is: this is going to cause trouble for some service providers. My recommendation to cloud providers who have pharma-clients: Get ready for it now, or You will be out of business before You know it.

If this enters Annex 11 it could mean:

– cloud services must qualify their infrastructure according GMP.

– they must validate their software fully in line with GMP as well.

This essentially would require a quality-oriented quality management system (and no, ISO9001 would not suffice, not the slightest chance for anyone who wants to take this seriously).

GMP for Artificial Intelligence (AI) and Machine Learning (ML) will Hatch

We must be honest here: it might not be a whole lot of guidance what we will receive from the revised Annex 11:

The primary focus should be on the relevance, adequacy and integrity of the data used to test these models with, and on the results (metrics) from such testing, rather that on the process of selecting, training and optimising the models.

https://www.ema.europa.eu/en/documents/regulatory-procedural-guideline/concept-paper-revision-annex-11-guidelines-good-manufacturing-practice-medicinal-products-computerised-systems_en.pdf

Though this quote from the concept paper is as elusive as sand running through one´s fingers, it does give us a tiny insight in what will be important to a regulator or a GMP-inspector: data (and their quality) used to feed AI models.

One of the biggest questions is: How in the world do we validate AI and ML? Will AI or ML need to be validated according to the typical V-model? In reality this seems almost impssible, since any software code change would required re-validation. And code changes might have to be expected, especially with machine learning. My assupmtion is that we will not receive much help here form the new Annex 11. Industry will be thrown back on non-governmental best practice guidance-as is often the case.

“No New Requirements”

It must be acknowledged that some of what we will find in the revised Annex 11 will likely be clarification and nailing down of requirements that were logical consequences from what is in the current version of the Annex. Yet, we will also find more work, new requirements.

For each company a careful gap assessment will be in order, and for those who have gotten away with mediocre management of electronic systems it will be time to act and invest in modernization.

Needless to say, that I am already looking forward to the next years at Experts Institut, when those projects will continue to fill our work schedules. It is a great challenge!

GMP Challenges for Small Pharmaceutical Businesses

I encourage representatives of small businesses – smaller pharmaceutical entities – to comment and to give feedback once the draft to the new Annex 11 is out. Often it is the larger pharmaceutical businesses that drive or influence what best practice is or what those texts may contain. A consequence can be that the requirements push smaller companies off the cliff of financial and infrastructural fesability. This does not need to be so. But small businesses must take a bit of a stand here. Take the chances You get, that is my recommendation. Digitalization and the use of AI and ML are unstoppable because neither society and nor the economy will not stop it. This is coming at the industry real fast. And it will likely make or break smaller business in the near future. Thus – get ahead with it!

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23. Oktober 2024/von Dr. rer. nat. Dietmar Gross
https://experts-institut.de/wp-content/uploads/2024/10/blogbeitrag-1.jpg 349 918 Dr. rer. nat. Dietmar Gross https://experts-institut.de/wp-content/uploads/2023/02/GEMI_Logo_Slogan_color_RGB.webp Dr. rer. nat. Dietmar Gross2024-10-23 11:29:122026-02-11 13:11:34GMP Guidance for Artificial Intelligence (AI), Machine Learning (ML) and Digital Transformation: How it Finally Begins to Enter the EU GMP Guide
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